Wie geht es XT41?

Liebe Freunde, liebe Leser, liebe Zuhörer, liebe Tierfreunde, liebe Tierschützer, liebe Tierrechtler,

Ich habe lange keinen Beitrag mehr auf meiner Seite veröffentlicht, und möchte Euch heute direkt ansprechen.

Der 19. Oktober ist ein ganz besonderer Tag!

Warum ganz besonders? Morgen vor einem Jahr fand die erste von mehreren Großdemonstrationen gegen das Skandal-Labor LPT statt. Es gab seit Jahren, ja seit Jahrzehnten Proteste. Sehr hartnäckige, nachhaltige, unnachgiebige Proteste. Proteste, die die Mitarbeiter der Laborstandorte in Hamburg-Neugraben und in Mienenbüttel mehr zermürbten, als lange Zeit bekannt war. Nachdem im Jahr 2019 einige Monate lang ein Mann, eingeschleust von der Tierrechtsorganisation SOKO Tierschutz, in dem Mienenbütteler Labor gearbeitet hatte, und unzählige Beweise für unfassbare Tierquälerei, Schlamperei, Fälscherei und jede Menge strafrechtlich zu prüfendes Handeln in Bild und Videomaterial erstellt hatte, waren vor einem Jahr diese Bilder der Presse übergeben und zur besten Sendezeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Weitere Großdemonstrationen, z.B. in Wankendorf, wo versteckt hinter einer Biogas-Anlage ein weiteres Labor des Betreibers LPT agiert, aber auch im Zentrum Hamburgs, folgten. Die letzte Großveranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, fand am 8. Februar dieses Jahres in Hamburg statt. Auf dem Rathausmarkt forderten viele hundert Demonstranten die Schließung der Labore des LPT, ja aller Tierversuchslabore.
Mienenbüttel wurde seitens des Betreibers geschlossen. Die Affen wurden leider an den Lieferanten retourniert, um in anderen Laboren „aufgebraucht“ zu werden. Hunde und Katzen fanden liebevolle Familien. Viele der Tiere sind mir inzwischen bekannt. Ich durfte sie streicheln, oder zumindest Fotos und Videos ihres neuen Lebens sehen.

Auch die Tiere, die im Standort Neugraben für Versuchzwecke gehalten wurden, überlebten. Kurz nach unserer Großkundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt am 8. Februar 2020 wurden auch dort die Tierversuche eingestellt.

Wir hofften, dem Ziel ein deutliches Stück näher gekommen zu sein. Gerichtlich wurde inzwischen festgestellt, dass die Vorwürfe gegen die Mitarbeiter und Geschäftsleitung der LPT zwar berechtigt gewesen waren, allerdings die sofortige Unterbindung von Tierversuchen für Neugraben so etwas wie „unverhältnismässig“. Nach heutigem Stand der Rechtsprechung hätten die vielen Tiere, die aus Neugraben heraus geholt und gerettet wurden, also weiter für Tierversuche verwendet werden können. Man sieht es so: Ein neuer angestellter Geschäftsführer und ein paar Personal-Wechsel-Spielchen machen aus Neugraben ein total unverdächtiges und zuverlässiges Tierversuchslabor. Und tatsächlich darf in Neugraben weiter, also, wieder, an Tieren getestet werden. Durch dieselbe Firma, die an verschiedenen Standorten nachweisbar Studienergebnisse fälschte, die Firma, deren Mitarbeiter Tieren unverhältnismäßige und durch keine Gesetzeskonstruktion gedeckte Gewalt angetan hatte, dieselbe Firma, deren Mitarbeiter nicht davor zurückschrecken, passive, friedliche Tierschützer verbal und physisch Gewalt anzudrohen, darf wieder die ihnen anvertrauten Tiere mit Chemikalien und Gerätschaften malträtieren, wie wir sie in den Filmen der SOKO Tierschutz in den letzten 12 Monaten immer wieder gesehen haben.

Der 19. Oktober wäre auch ein ganz besonderer Tag für mich gewesen!
Mein Buch „XT41“ hätte zeitgleich mit der Frankfurter Buchmesse das Licht der Welt erblickt. Und alle, die mit der Hündin „XT41“ in den letzten Monaten mitgefiebert und mitgelitten hatten, hätten auf einer Veranstaltung in diesen Tagen das Buch signiert in Händen halten können.
Keiner hat das Buch in Händen. Es ist noch nicht einmal beim Verlag.
Es ist schlicht nicht gedruckt worden bisher. Dafür gibt es viele Gründe.
Zunächst ist die Corona-Pandemie ein großes Problem, Bücher auf den Markt zu bringen, und erfolgreich zu vermarkten.
Keine Buchvorstellungen, keine Lesungen, keine Signierstunden, kein Treffen zwischen Lesern und Autoren, kein Klinkenputzen bei Buchhandlungen, keine Vorträge auf Veranstaltungen. Es fand einfach nichts statt in den letzten Monaten und es ist für mich auch jetzt schwer zu erkennen, in wieweit dies in den nächsten Wochen und Monaten möglich sein wird.
Ich selbst gehöre mit meinem chronischen Asthma zur „Risikogruppe“ und meide Menschenansammlungen.
Das tut besonders weh, wenn man weiß, wie wichtig es mir war, und ist, Menschen mit meinen Worten zu bewegen.

Ich lebe und arbeite auf einer Ostseeinsel. Nicht nur mein Geschäft war am Anfang der Pandemie-Maßnahmen zwangsgeschlossen. Die ganze Insel war gesperrt für alle, die nicht ihren ersten Wohnsitz hier hatten. Selbst, als Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, wieder öffnen durften, war an Umsatz wie in den Jahren davor nicht zu denken. Und auf Ostseeinseln machen wir unseren Umsatz in 7 Monaten des Jahres, um dann zwölf Monate davon zu leben. Die ersten beiden Monate dieser sieben war der Umsatz exakt Null Euro.

Ich habe die verbliebenen Monate dafür genutzt, mit sehr viel Energie-Einsatz dennoch die Kassen soweit wieder aufzufüllen, dass ich über den kommenden Winter komme. Und ich kann heute sagen: Ich habe es auch geschafft. Der Preis war aber: Ich habe alleine, ohne Angestellte, 7 Tage jede Woche gearbeitet dafür.

Ich möchte, dass das Buch „XT41“ die Menschen bewegt. Ich möchte, daß es gut wird. Ich möchte, dass es ein Buch ist, und kein Heftchen mit ein paar Texten drinnen, die einmal im Internet geteilt wurden. Dafür ist noch einiges an kreativer Arbeit notwendig.
Die Voraussetzungen sind jetzt geschaffen. Die Saison ist mehr oder weniger vorbei. Ich bin, Gott sei dank, bisher gesund geblieben. Ich bin umgezogen und bewohne jetzt eine kleine Dachgeschosswohnung in einem ruhigen Dorf.
Mein Schreibtisch steht an einem großen Fenster, vor das ich ein Vogelhaus gehängt habe. Das Meer ist nicht weit weg.
Der nächste Lockdown, oder jedenfalls die Schließung meines Ladens wegen Fehlen von Kunden, die vom Betreten der Insel ausgeschlossen werden, steht vor der Türe.

Ich werde jetzt, im Herbst und Winter, die Zeit dafür nutzen, dass die Geschichte der Hündin „XT41“ den Rahmen bekommt, den ich ihr schulde.
XT41 ist mein Baby, mein Kind, mein zweites Buch. Sie ist aber stellvertretend da für alle leidenden Tiere in Laboren. Und sie ist unter meinen Händen, auf meiner Tastatur, in meinem Kopf, in meinem Herzen, und vor allem in den Herzen von Euch allen sehr real geworden.
Sie ist so real, dass es mir immer noch schwerfällt, Texte aus dem Manuskript zu lesen, ohne selbst davon ergriffen zu sein.

XT41 hat es verdient, ein richtig gutes, bewegendes Buch zu werden. Und „XT41“ wird von mir in den nächsten Wochen gepflegt werden. Ich werde in sie hineinhören. Ich werde die noch unveröffentlichten Kapitel in Ruhe und mit viel Sorgfalt und Herzblut überarbeiten, bis sie mir, und den Menschen, deren Urteil ich dazu erhoffe, richtig erscheinen.

Ich möchte Euch gerne mit meinen Worten, Gedanken, Texten bewegen. Deshalb habe ich drei kleine Bitten:

  1. Kommt am 21. November nach Hamburg zum Lichtermarsch. Dort könnt Ihr sehr wahrscheinlich zwar das XT41 Buch noch nicht kaufen, wenn auch vorbestellen.
    Ich werde auf Wunsch dort auf jeden Fall Auszüge aus bisher nicht veröffentlichten Kapiteln des Buches vorlesen. Bringt bitte Taschentücher mit!
  2. Macht bitte auf allen Euch zur Verfügung stehenden Kanälen Werbung für mein bereits dieses Jahr erschienene Buch „Mit-Gefühl“
    Dieses Buch liegt mir sehr am Herzen. Es hat durch das Ausbleiben von Vermarktungsmöglichkeiten noch nicht so viele Menschen erreicht, wie ich mir gewünscht hätte. Es handelt zwar nicht von Tierversuchen, aber es erzählt unverkrampft und missions-Versuchs-frei davon, wie die immer größere Nähe zu Tieren mich, einen durchschnittlichen Verbraucher und Fleischesser dazu brachte, meinen Konsum zu überdenken und meinen Weg zu einem Leben zu gehen, das ohne das Ausbeuten und Töten von Lebewesen auskommt.
  3. Wer es noch nicht hat: Kauft gerne selbst das Buch „Mit-Gefühl“
    Ihr bekommt es in jeder Buchhandlung. Falls nicht vorrätig, lasst es für Euch bestellen.
    Ihr bekommt es bei jedem Onlinehändler für Bücher.
    Ihr bekommt es sogar mit Signatur direkt bei mir.

Wenn die Pandemie-Maßnahmen es nicht verhindern, sehen wir alle uns am 21. November in Hamburg! Mit neuen Texten aus dem Buch „XT41“

Und das Buch über die Hündin, die ihre Angst vor dem „Schmerzen-Mach-Raum“ in die Welt geschrieben hat, wird erscheinen- nur eben nicht wie erhofft im Oktober 2020, sondern einige Wochen später.
Wer es jetzt schon bestellen will, schickt mir einfach eine Mail oder eine Privatnachricht.

Bitte bleibt alle gesund!
Bitte bleibt alle aktiv!
Bitte kämpft weiter!
Für die Tiere! Alle gemeinsam!

Euer Eckhard

#fbm2020 #fbm20 #buchmesse #frankfurterbuchmesse #buchmesse2020

Interview zu Nutztieren, Haustieren, und meinem Buch „Mit-Gefühl“ erschienen

Gestern wurde ich vom Redaktionsteam der „Leserkanone“ interviewt. Es hat mich gefreut, dass mir die Gelegenheit gegeben wurde, mein Buch vorzustellen, und auch einige Dinge zu sagen, die mir Herzensangelegenheit sind. So z.B.:

„… wenn man sich einmal die Bilder aus einem beliebigen Schlachthof vor Augen hält, möchte ich so sterben? Möchten Sie so sterben? Möchten Sie gezeugt und aufgezogen werden, um am Ende so zu sterben? …“

„… Manchmal, wenn man einen solchen Schlachtvieh-Transport auf der Autobahn hat, mit einem glücklichen Schweinchen auf der Rückseite, und dann die ganzen niedlichen Rüssel sieht, die in den Fahrtwind gehalten werden, dann kann man, vielleicht auch mithilfe meines Buches, ein wenig ein Gefühl dafür entwickeln, dass da intelligente, feinfühlige Lebewesen dem Tod entgegen gefahren werden, damit wir eine Grillparty schmeißen können …“

Das vollständige Interview kann man direkt bei Leserkanone.de nachlesen.

Das Buch „Mit-Gefühl“ kann man überall bekommen, wo es Bücher gibt, z.B. online beim Verlag BOD oder bei Amazon, aber natürlich auch in jeder Buchhandlung und direkt bei mir, gerne auch mit Widmung.

Heute ist ein besonderer Tag

Liebe Freunde,

Ich möchte heute einmal Danke sagen.

heute ist ein ganz besonderer Tag. Noch vor drei Monaten, am Anfang der Woche, die den grossen Lockdown einleiten sollte, war davon nichts am Horizont zu sehen, zu spüren, zu lesen gewesen. Und seit dem 18. Mai, also genau seit einem Monat, gibt es plötzlich ein Buch von mir. Ein Buch, ein wenig so wie ich selbst vielleicht bin: Kantig, eigentümlich, nicht perfekt, aber gefühlvoll, ehrlich, authentisch.

Viele Menschen haben mir ein großes Geschenk gemacht: Sie haben mir vertraut, und das Buch gekauft. Viele davon direkt sogar von mir, mit Widmung. Teilweise habe ich eine eine Bücherkiste abends mit zur Insel-Post-Agentur geschleppt, und auch heute abend bringe ich wieder zwei Bücher auf den Weg zu ihren zukünftigen Besitzern.

Vielen lieben Dank an eine dreistellige Zahl von Menschen, die bisher schon mein Buch in Händen halten, gelesen haben, teilweise mehrfach nachbestellt haben, um es zu verschenken!

Eine Party oder Lesung findet zu Corona-Zeiten leider nicht statt. Aber vielleicht wollen wir diesen ersten „Geburtstag doch ein wenig feiern? Ich habe da eine Idee 🙂

Wollen wir nicht eine kleine Rezensionsparty feiern? Alle, die das Buch schon gelesen haben, können anderen, die es noch nicht kennen, vor allem anderen, die mich nicht kennen, durch ihre persönlichen Worte Mut machen, sich „Mit-Gefühl“ zu besorgen.

Das geht total einfach. Klickt einfach direkt hier auf die Links, und schreibt, was Ihr einem guten Freund über mein Buch erzählen würdet. Oder findet Ihr sogar noch weitere Möglichkeiten zum Bewerten/Rezensieren? Vielleicht wollt Ihr das Buch ja auf Eurer Facebookseite oder in Eurem Blog sogar besprechen, vorstelle, rezensieren?

Google, Goodreads, Lovelybooks, Amazon, BOD, Lehmanns, Weltbild, Buch7

Ihr könnt mir auch gerne einfach „erlauben“, Euer persönliches Feedback per Facebook und Messenger weiterzuverwenden, zu veröffentlichen und damit zukünftigen Lesern zu vermitteln, was andere vor ihnen nach dem Lesen empfunden haben.

Warum bedeuten mir Eure Rezensionen so viel?

  1. Weil Leute, die nie von mir gehört haben, das Buch nie kaufen würden
  2. Weil im Gegensatz zu einem Konzert, bei dem es am Ende Pfiffe oder Applaus gibt, die Rezensionen das Feedback des Publikums an den Auftretenden ist, und dadurch, dass es in diesem Jahr wohl keine Lesungen o.Ä. mehr geben wird, wohl auch das „Einzige“
  3. Weil ich mich freue, wenn Euch das Ergebnis von vielen Tagen und Nächten an der Tastatur gefallen hat, und Ihr mir helft, andere zu ermutigen, das Buch ebenfalls zu kaufen
  4. Weil ich damit ermutigt werde, auch in Zukunft Bücher für Euch zu schreiben
  5. Weil ich an Eurem Feedback lernen kann, Fehler vermeiden, besser werden, darauf eingehen, was Leser von mir erwarten, und was ich davon umsetzen kann
  6. Weil das Schreiben, wenn es zu einem kleinen regelmässigen Zusatzeinkommen führt, mir die Möglichkeit gibt, das zu tun, was ich nach den Umsatzeinbrüchen durch Corona sonst nicht könnte, nämlich Veranstaltungen im Tierschutz/Tierrechts-Bereich auch in Zukunft zu unterstützen, daran teilzunehmen, zu organisieren, zu texten, zu reden, und auch meinen Blog http://www.mapofhope.info weiter zu betreiben. Und das sind meine Herzensprojekte

Also: Wenn Ihr das Gefühl habt, aus diesen Gründen möchtet Ihr gerne mithelfen, dass das Buch „Mit-Gefühl“ und damit auch die folgenden noch mehr Leser erreichen, und damit ich die Möglichkeit bekomme, mehr Tierschutz zu machen, dann haut die die Tasten!

Wichtig: Rezensionen kaufe ich nicht. Es gibt keine Freiexemplare, es gibt keine Geschenke, und es gibt eine Vorgaben und sonstige Beeinflussung meinerseits. Ich habe ein ziemlich ehrliches Buch geschrieben. Und ich wünsche mir ehrliches Feedback. Und wenn es jemanden gibt, der nur einen Stern geben möchte, dann ist auch das für mich wertvolles Feedback.

Ich persönlich traue keinem Produkt und keiner Dienstleistung, die ausschliesslich mit 5 Sternen bewertet wurde. Ihr auch nicht, oder?

Lasst uns also anlässlich des 1-Monatigen Geburtstages meines Buches eine kleine Rezensionsparty feiern.

Liebe Grüsse von der Insel Fehmarn

Euer Eckhard A. Kreschmer

Das Warten hat ein Ende

Die nächsten 50 lieben Menschen, die bei mir direkt bestellt haben, werden bis Ende der Woche mit-Gefühl in Händen halten können…

Ich bin mega gespannt auf die ersten Rückmeldungen und danke allen, die blind, vertrauensvoll bestellt haben, ohne zu wissen, was sie überhaupt genau bekommen werden… Mit gefühlvollen Grüßen

Euer Eckhard

Presse-Echo

Worum geht es denn eigentlich in dem Buch? Ich sehe, darauf bist Du abgebildet, mit einem Deiner Hunde, und ihr schaut zur Fehmarnsundbrücke.

Es geht um Mitgefühl. Es geht darum, Menschen zu berühren, mit Dingen, über die man sonst so nicht spricht. Wahrscheinlich als Mann noch weniger. Die Texte, die die Menschen am meisten berührt haben, waren Worte der Empathie. So zum Beispiel, als ich eine Flaschenpost gefunden hatte, und auf Wunsch der Versenderin wieder ins Meer warf. Ich wollte unbedingt, dass sie weiss, dass ihre Nachricht angekommen ist, und wo ihre Flasche jetzt weiterreist. Also habe ich meine Gedanken und Gefühle dazu aufgeschrieben.
Oder zum Beispiel, Ostersonntag letztes Jahr. Da habe ich das erste Mal im Leben einen Ostergottesdienst auf dem Dorf erleben dürfen, der in dunkler Nacht anfängt. Die Gemeinde ist nach draußen zu einem Feuerkorb gegangen. Es wurde gelesen und gesungen. Und es war so berührend, wie die Natur erwachte, die Sonne aufging, und vor allem, wie wunderschön die Vögel gesungen haben. Als ich dann zu meinem zweiten Gottesdienst gefahren bin, war schon einer dieser wunderbaren Sänger Opfer eines schnellfahrenden Autos gewesen. Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, habe ich letztes Jahr aufgeschrieben, und vertraue sie in diesem Buch auch meinen Lesern an.

Das ganze Interview kann hier nachgelesen werden:

Eckhard A. Kretschmer beim Interview mit der OSTHOLSTEIN PRESSE. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Worte eines Rabenvogels

Aus dem Buch „Mit-Gefühl“

Danke, dass Du mich da nicht hast liegen lassen

Ich habe die Schläge der Turmuhr noch gehört. 4 mal, dann 12 mal. Der spitze Turm der Nikolai-Kirche auf der Insel Fehmarn ist für uns Rabenvögel gut zu sehen. Wir kennen uns gut aus. Wir sind ziemlich ortstreu. Aber manchmal ist es gut, gerade bei Nebel, wenn es Kirchtürme gibt, oder Silos, oder andere hohe eindeutig erkennbare Sachen, die uns zeigen, wo wir sind.

Meine Freunde und ich wohnen in den hohen Bäumen des Stadtparkes. Also. Sie wohnen dort immer noch. Ich wohne seit heute Mittag woanders.

Es ist ziemlich dämlich gelaufen. Denn eigentlich sind wir Rabenvögel ziemlich schlau. Und wir fressen so ziemlich alles, was man so fressen kann. Also, wenn die anderen Vögel auf Insekten angewiesen sind, und hungrig bleiben, dann fressen wir eben den Möwen mal die Brötchenkrümel weg, oder Eier anderer Vögel, oder halt auch Tiere, die so dämlich waren, sich auf einer Straße überfahren zu lassen…

Den vollständigen Text gibt es hier im Buch.