Interview zu Nutztieren, Haustieren, und meinem Buch „Mit-Gefühl“ erschienen

Gestern wurde ich vom Redaktionsteam der „Leserkanone“ interviewt. Es hat mich gefreut, dass mir die Gelegenheit gegeben wurde, mein Buch vorzustellen, und auch einige Dinge zu sagen, die mir Herzensangelegenheit sind. So z.B.:

„… wenn man sich einmal die Bilder aus einem beliebigen Schlachthof vor Augen hält, möchte ich so sterben? Möchten Sie so sterben? Möchten Sie gezeugt und aufgezogen werden, um am Ende so zu sterben? …“

„… Manchmal, wenn man einen solchen Schlachtvieh-Transport auf der Autobahn hat, mit einem glücklichen Schweinchen auf der Rückseite, und dann die ganzen niedlichen Rüssel sieht, die in den Fahrtwind gehalten werden, dann kann man, vielleicht auch mithilfe meines Buches, ein wenig ein Gefühl dafür entwickeln, dass da intelligente, feinfühlige Lebewesen dem Tod entgegen gefahren werden, damit wir eine Grillparty schmeißen können …“

Das vollständige Interview kann man direkt bei Leserkanone.de nachlesen.

Das Buch „Mit-Gefühl“ kann man überall bekommen, wo es Bücher gibt, z.B. online beim Verlag BOD oder bei Amazon, aber natürlich auch in jeder Buchhandlung und direkt bei mir, gerne auch mit Widmung.

Worte eines Rabenvogels

Aus dem Buch „Mit-Gefühl“

Danke, dass Du mich da nicht hast liegen lassen

Ich habe die Schläge der Turmuhr noch gehört. 4 mal, dann 12 mal. Der spitze Turm der Nikolai-Kirche auf der Insel Fehmarn ist für uns Rabenvögel gut zu sehen. Wir kennen uns gut aus. Wir sind ziemlich ortstreu. Aber manchmal ist es gut, gerade bei Nebel, wenn es Kirchtürme gibt, oder Silos, oder andere hohe eindeutig erkennbare Sachen, die uns zeigen, wo wir sind.

Meine Freunde und ich wohnen in den hohen Bäumen des Stadtparkes. Also. Sie wohnen dort immer noch. Ich wohne seit heute Mittag woanders.

Es ist ziemlich dämlich gelaufen. Denn eigentlich sind wir Rabenvögel ziemlich schlau. Und wir fressen so ziemlich alles, was man so fressen kann. Also, wenn die anderen Vögel auf Insekten angewiesen sind, und hungrig bleiben, dann fressen wir eben den Möwen mal die Brötchenkrümel weg, oder Eier anderer Vögel, oder halt auch Tiere, die so dämlich waren, sich auf einer Straße überfahren zu lassen…

Den vollständigen Text gibt es hier im Buch.